Aus der Geschichte der St. Josef-Schützenbruderschaft Loverich e.V. (bis 1990)

Unter Leitung von Schießmeister Rolf Lieben hatte die Schießmannschaft mehrere Jahre große Erfolge zu verzeichnen. Hierzu gehörten u.a. die Führung in der Bezirksklasse der Gruppe A und 1982 der Aufstieg in die 1. Bezirksklasse.

Unter Leitung des Schießmeisters Martin Strank wurde lange Jahre der Schießsport in dem neuen Schießstand im Keller der Grundschule durchgeführt. Auch heute noch ist die Schießmannschaft unter Leitung des Schießmeisters Günter Engels sehr aktiv und nimmt rege an den Rundenwettkämpfen teil.

Das Dreikönigsschießen im Januar ist inzwischen zur Tradition geworden, ebenso das Vereinsmeisterschießen in den verschiedenen Altersklassen. Begehrt ist dabei vor allem der Erwerb des Gerhard-Frösch-Pokals.

Seit vielen Jahren ist auch der CDU-Pokal eine hart umkämpfte Trophäe im Schießsport der Schützen. Grillfeste, Kameradschaftsabende und Ausflüge gehören seit langem zu den Veranstaltungen der Bruderschaft. Ebenso beteiligte man sich gelegentlich an Fußballturnieren der Ortsvereine.

Auch die Förderung der Jugendarbeit ist dem Vorstand ein besonderes Anliegen. Sicherlich herausragend aus dieser Jugendarbeit waren ein Zeltlager bei Monschau 1978 und ein mehrtägiger Aufenthalt in der Jugendherberge Hellenthal im Jahre 1983.

Auch das Kinderfest im Jahre 1991 war ganz im Sinne der Kids: Spiel, Spaß und Musik. 1979 ist die Teilnahme hiesiger Schützen am Bundesköniginnentag in Aachen in der Chronik verzeichnet. Zu den Kirmesveranstaltungen in Loverich kamen seit 1979 mehrfach Gäste aus der englischen Partnerstadt.

Eine Bereicherung des alljährlichen Kirmesprogramms ist die Einplanung des Kulturprogramms der Stadt Baesweiler. Hierbei konzertieren zum Sonntags-Frühschoppen im Festzelt Musikgruppen.

1980 trat erstmals eine Folkloregruppe beim neu eingeführten Klompenball montags im Festzelt auf. Die große Zahl der Besucher zeigt auch, dass das abwechslungsreiche Programm beim Montags-Frühschoppen bei den Gästen gut ankommt. Das kleine Schützen-Musikkorps hat inzwischen schon die Herzen der Schützen und Vereinsfreunde durch seine variationsreichen Auftritte erobert.

Unsere "Schützen-Tanzgruppe" mit Königin Rita Engels beim Klompenball im Jahre 1995

Große Anerkennung fand auch die Gründung einer Fahnenschwenkergruppe, die von Rolf Lieben ausgebildet wurde. Bei Wettbewerben konnte diese Gruppe einige Erfolge verbuchen.

Unter der Patenschaft von Wilhelm Offergeld wurde 1985 eine zweite Fahne angeschafft. W. Offergeld stiftete auch einen Gedächtnis-Pokal zur Eröffnung des neuen Schießstandes.

Zur Kirmes im Jahre 1985 wurde die neu angeschaffte Fahne geweiht, die als Motiv den heiligen Josef als Handwerker zeigt. Nach über 30 Jahren hatte die Bruderschaft eine zweite Fahne erhalten.

Im Jahre 1987 wurde der Schützenbruderschaft durch den damaligen Schützenkönig, Hubert Reinartz, eine zweite Königskette gestiftet. Diese wird vom jeweiligen König nach den offiziellen Anlässen getragen. Erster Träger dieser Kette als König war Toni Mines.

Es wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Bruderschaft ein Schützenbruder zum Generalfeldmarschall befördert. Diese Ehre wurde Josef Schippers zu teil, der zu den 28 Mitgliedern bei der Neugründung im Jahre 1951 gehörte. Josef Schippers hat mit dieser Beförderung den Dank der Bruderschaft für seine großen Verdienste um das Schützenwesen und insbesondere für seinen ständigen Einsatz für die Belange der St. Josef Schützenbruderschaft erhalten.

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Josef Schippers wurde 1988 zum Generalfeldmarschall befördert

Zum neuen Kirmestermin, vom 26. - 29.08.1988, wurde der St. Josef Schützenbruderschaft Loverich die Durchführung und Ausrichtung des Bezirks-schützenfestes des Bezirksverbandes Geilenkirchen der historischen Schützenbruderschaften übertragen.

Dies war letztmalig im Jahre 1966 zum damals 65-jährigen Bestehen der Fall. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Stadtdirektors und heutigen Bürgermeisters, Dr. Willi Linkens, wurde dieses Fest ein herausragendes Ereignis für die gesamte Dorfgemeinschaft.

Mit dem Heimat-und Tirolerabend am Freitag, einem zünftigen Tanzabend am Samstag mit der Trachtenkapelle aus Höfen/Tirol, dem Festgottesdienst, der Königskrönung, dem Frühschoppen, der Feldandacht, dem großem Festzug am Sonntag und dem Klompenball sowie dem Königs- und Prinzenball am Montag waren wirklich zahlreiche Höhepunkte gesetzt. An dem großen Festzug nahmen 25 Bruderschaften mit einer gleichen Anzahl Blaskapellen und Trommlerkorps teil.

„Ein Festzug, wie man ihn nur selten noch sieht, herrlich in der Farbenpracht und Gestaltung" beschrieb seinerzeit die Aachener Volkszeitung dieses Ereignis.

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Die St. Josef-Schützenbruderschaft 1988 mit Königspaar Toni und Alexa Mines

Im Jahre 1988 wurde der Hochschießstand, der bis dahin am Sportplatz stand, auf einer Rasenfläche neben der kath. Grundschule aufgestellt. Eine Herausforderung für den gesamten Vorstand. Eine Menge von Vorschriften waren zu beachten, um schließlich die „Erlaubnis zur Errichtung und den Betrieb" vom zuständigen Polizeipräsidenten in Aachen, nach vorheriger Abnahme von einem Sachverständigen, zu erhalten.

Darüber hinaus war eine baurechtliche Genehmigung erforderlich Schon oft war zwischenzeitlich vielstimmiger Freudenschrei zu hören, wenn der hölzerne Vogel herunterfiel und damit ein neuer Würdenträger feststand. Schließlich ist dies für jeden Schützen die größte Ehre, einmal die Königswürde zu erringen.

Ebenfalls beim Königs- und Prinzenvogelschuss wird ein Wanderpokal unter den ehemaligen Königen ausgeschossen, der vom SPD-Ortsverein Loverich 1992 gestiftet wurde.

„Griaß enk" lautete der Gruß an die fast 50-köpfige Reisegruppe der St. Josef Schützenbruderschaft bei ihrer 5-tägigen Reise nach Höfen in Tirol, die im Juni 1990 stattfand.

Der Fremdenverkehrsverband Höfen, die Musikkapelle und der Trachtenverein Höfen hatten ein tolles Besuchsprogramm erstellt, das die richtige Mischung für alle Teilnehmer hatte. Ausgedehnte Wanderungen in herrlicher Bergwelt, die Teilnahme am Dorffest in Höfen und der Stadtbummel in Innsbruck waren die Höhepunkte dieser Fahrt.

Allen Teilnehmern ist darüber hinaus eine herzliche Gastlichkeit in sehr guter Erinnerung geblieben.

Reisegruppe Höfen

Mit der Sommerkirmes im Jahre 1991 feierte die St. Josef Schützenbruderschaft ihr 90-jähriges Bestehen und gleichzeitig das 40-jährige Bestehen seit der Neugründung im Jahre 1951 im Festzelt an der Grundschule.

Der Ehrenabend wurde feierlich vom Trommler- und Pfeiferkorps Loverich-Floverich und dem Kirchenchor St. Cäcilia Loverich-Floverich gestaltet. Der Vorsitzende des Festausschusses, Ortsvorsteher Günter Markenstein, und der damalige Bürgermeister, Hans Plum, hoben in ihren Festansprachen den Einsatz der Bruderschaft zur Erhaltung des Brauchtums hervor.

Zahlreiche aktive und inaktive Schützenbrüder wurden für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die höchste Auszeichnung an diesem Abend, dass „St. Sebastianus Ehrenkreuz" erhielten Josef Schippers, Franz Beemelmanns und Rolf Lieben.

1984 konnte erstmals ein „Goldkönigspaar" am Kirmesfestzug teilnehmen. Dies waren die Eheleute Josef und Anna Strauch. Seit 1993 nehmen die ehemaligen Königspaare, die vor 25 bzw. 40 Jahren die Königswürde trugen, am Festzug zur Sommerkirmes teil. Eine schöne Idee, die viele Erinnerungen wach werden lässt.